Interview mit Marco Krieger – der „Stimme der Neurotthalle“ –

Wer zu einem Bären-Spiel in die Ketscher Neurotthalle kommt, kommt um ihn nicht herum: Marco Krieger. Oder besser gesagt… Wer zu einem Bären-Spiel in die Ketscher Neurotthalle kommt, kann ihn nicht überhören! Der 35-Jährige ist Hallensprecher der Kurpfalz Bären, quasi die „Stimme der Neurotthalle“.

„Ich komme eigentlich aus dem Fußball“, erklärt Krieger, der jedes Mal extra aus Untergimpern nach Ketsch fährt, um die Bären zu supporten. „Handball interessierte mich schon immer. Der Spielstil von Oliver Roggisch ähnelte meinem Fußballstil“, sagt Krieger mit einem Schmunzeln: „Ich war Manndecker. Malocher, keiner fürs Kreative. Hart, kompromisslos und immer am Rand der Legalität.“

Vor seinem zweiten Einsatz in dieser Saison steht Marco Krieger Rede und Antwort… und verrät, was er sich an diesem Samstag, 10. Oktober, ab 19 Uhr für das Heimspiel gegen den HC Erlangen von den Bären-Fans wünscht.

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Mal Neurotthalle erinnern?
Klar! Das erste Mal Neurotthallen-Luft habe ich im März 2024 geatmet – auf Einladung meines Kumpels und Bären-Sponsors Stefan Rödler von der Agentur Allianz Rödler. Die familiäre Art hier in Ketsch hat mir direkt sehr gut gefallen. Seit der Rückrunde der vergangenen Saison begleite ich jetzt das Amt des Hallensprechers.

Mal ehrlich! Wer war denn so verrückt, Dir das Mikrofon in die Hand zu drücken?
Dass ich Hallensprecher der Bären wurde… naja, das ist vergleichbar wie… die Jungfrau zum Kind kam. Stefan Rödler kam im Winter 2025 auf mich zu und meinte, dass die Bären einen Hallensprecher bräuchten und dass ich das doch machen könnte. O-Ton Rödler: „Du bist mittlerweile sowieso bei jedem Heimspiel dabei.“ Kurz darauf wurde ich von Anke Kreutz wortwörtlich ins Kreuzverhör genommen, habe wohl bestanden – und sagte zu. Somit fand ich mich hoch oben über der Platte wieder.

Es hört sich jedes Mal an, als ob es Dir Spaß machen würde. Was ist das Reizvolle an dieser Aufgabe?
Das Reizvolle daran, Hallensprecher im Handball zu sein, ist vor allem die Mischung aus Sport, Entertainment und direktem Einfluss auf die Atmosphäre. Bei den Bären – und noch dazu in der Neurotthalle – ist es nochmal eine Stufe mehr.

Die Vorfreude auf den 10. Oktober, wenn der HC Erlangen nach Ketsch kommt, dürfte also entsprechend sein…
Ja, meine Vorfreude auf das nächste Heimspiel ist groß. Gerade nach dem verpatzten Auftakt im Derby hoffe ich, dass wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden und den Fans eine tolle Partie bieten können.

Wenn Du einen Wunsch bei der Bärenfamilie frei hättest, wäre das…
Mein Wunsch wäre eine ausverkaufte Halle! Jeder Bärenfan sollte seine Familie mitbringen, Freunden Bescheid sagen, Kollegen und Bekannten Lust auf uns machen und am besten auch die Nachbarn einladen… Eine unfassbar laute Neurotthalle mit einer mega tollen Stimmung – das wäre es! Die Stimmung ist jetzt schon gut, aber da geht noch mehr!