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Bären beenden mit eindrucksvoller Abwehrarbeit Negativserie

Ketsch. Stehende Ovationen fünf Minuten vor Spielende, ein wahrer Handballkrimi und eine aufopferungsvoll kämpfende Heimmannschaft, die zum Abschluss der Hinrunde ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Mit 27:25 (15:16) besiegen die Kurpfalzbären vor heimischer Kulisse Werder Bremen und beenden ihre Negativserie von sieben sieglosen Partien. Zuletzt war das Team von Trainerin Franzi Steil im Oktober erfolgreich.

Steil hatte von ihrer Mannschaft eine Reaktion gefordert, eine andere Art und Weise als zuletzt und sie wurde nicht enttäuscht. Die Bären legten los wie die Feuerwehr, packten in der Defensive beherzt zu, agierten vorne mit Spielwitz und Entschlossenheit und lagen nach dem Treffer von Gianina Bianco nach sechs Minuten mit 4:1 in Führung. Bremen fand im Anschluss, auch bedingt durch zwei Zeitstrafen gegen Rebecca Engelhardt (7.) und Lena Stitzel (8). besser in die Partie und legte beim 7:6 durch Lara Niemann (12.) erstmals vor.

 

Diese Führung sollte auch bis zur Halbzeit bestand haben, da Ketschs Torfrauen Johanna Wiethoff und Katrin Rüttinger zunächst kein Faktor waren (eine Parade in Halbzeit eins). „Wir haben in Halbzeit eins sehr viel investiert, vor allem in der Defensive haben wir Bremens Rückraum nicht zur Entfaltung kommen lassen. Diese Intensität wollten wir auch nach der Pause beibehalten“, so Steil.

 

Mit dem ersten Angriff in Halbzeit zwei glichen die Bären durch Katharina Hufschmidt aus (16:16/31.), fanden in der Folge aber wenig Lösungen im Angriff oder scheiterten an Bremens eingewechselter Torfrau Leonie Schumacher. Die Gäste taten sich gegen die offensive Abwehr der Roten weiter schwer, konnten sich dennoch bis auf 22:19 (47.) absetzen. „Wir haben Anfang der zweiten Hälfte einige freie Bälle liegen lassen, hinten standen wir gegen Denise Engelke dann nicht immer kompakt“, so Steil, die in den letzten zehn Minuten dann pure Emotionen in der Neurotthalle erleben durfte.

 

Weil Wiethoff in Halbzeit zwei ein Faktor wurde, die Defensive leidenschaftlich kämpfte und auch das Spielglück zurückkehrte, schafften die Bären zunächst den Anschluss zum 22:23 (51.) durch die gut aufgelegte Lena Stitzel. Bremen konnte nochmal bis zum 25:23 (55.) durch Niemann vorlegen, danach aber machten die Gäste keinen Stich mehr. Zweimal Engelhardt, Svenja Mann und Stitzel sicherten ihren Farben mit einem 4:0-Lauf den am Ende nicht unverdienten und immens wichtigen Heimsieg.

 

„Was die Zuschauer im Verbund mit der Mannschaft hier heute abgerissen haben, war sensationell“, bedankte sich Steil bei 390 Zuschauern für die grandiose Stimmung und ergänzte: „Der Schlüssel war heute die Mentalität und der Glaube. Wir haben einen ersten Schritt gemacht und ich hoffe, dass die Mannschaft versteht, dass wir unsere Ziele mit genau dieser Leidenschaft erreichen können.“


Foto: Christian Schmitz

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